Weihnachten und Advent kommen immer so plötzlich. Auf einmal ist schon die Woche vor dem ersten Adventssonntag und der Kranz fehlt.

Doch dieses Jahr war es bei mir ganz anders. Schon seit Ende November steckte mir die Idee wie er dieses Jahr werden könnte im Kopf und ich lauerte auf die Umsetzung.

Es gibt ja eine Vielfalt an Möglichkeiten. Dem einen reichen vier Teelichter auf einem Tablett, es gibt schöne Modelle aus Metall mit wahlweise 4 oder auch 24 Kerzenhaltern, die noch mit ein bisschen Grün aufgepeppt werden können, die anderen binden selber. Je nach Zeit und Talent gibt es natürlich auch die Möglichkeit fix und fertig zu kaufen oder einen Rohling zu bestücken.

Der Kranz kann hängen oder liegen, klein sein oder groß, klassisch rot oder bunt. Die Kränze sind so verschieden wie ihre Besitzer.

Der „Frau Emma“ Kranz sollte dieses Jahr in meine schöne alte Suppenterrine vom Flohmarkt. Es könnte natürlich auch eine Schüssel sein oder ein feines Tablett, aber mir war so ein bisschen nach Vintage und Nostalgie.

In der Fülle von Ideen die Instagram netterweise bietet, gefiel mir die Anregung den Kranz auf einen Pappring zu binden ungemein gut. Ein flacherer Kranz auf der hochbeinigen Terrine, das war perfekt.

Also musste der Deckel eines alten Pizzakartons (wie gut wenn „Kinder“ mit im Haus wohnen) als Rohling herhalten. Den habe ich mit Moos dicht umwickelt , das gibt eine schöne Basis und verzeiht wenn die Wickeltechnik nicht perfekt ist. Abwechselnd habe ich Fichte und Kiefer aufgebunden und ein paar Blüten weißen Schleierkrautes mit eingebunden damit es nicht zu dunkel und trist wirkt. Auf den fertig bestückten Kranz kamen dann noch Lerchenzweige, die sich wunderbar biegen können und mit ihren Zapfen Lebendigkeit bringen.

Die Terrine selber habe ich aufgrund ihres enormen Fassungsvermögens erstmal mit einer Plastiktüte und dann mit Steckschaum befüllt und gewässert ( Sand hätte sicher auch funktioniert ). In diese Basis kamen vier Kerzenspieße, die mit Moos versteckt wurden und dann folgte das Zierwerk mit Kugeln und Sternen. In diesem Jahr wählte ich Bauernsilber, weil mir eben so ein bisschen romantisch zumute ist.

Nun musste eigentlich nur noch der Kranz auf den Rand der Terrine gesetzt und die Kerzen gesteckt werden. Für den täglichen Gebrauch habe ich ganz schnöde weiße LED Kerzen gewählt, bei uns zuhause mit Hunden, Katze und Enkeln sicher die sicherste Wahl, aber an den Sonntagen selber werde ich tauschen in echte Kerzen mit richtiger Flamme.

Ein Florist ist mit Sicherheit nicht an mir verloren gegangen (allein schon wegen meiner Ungeduld), aber mit dem diesjährigen Ergebnis bin ich sehr sehr zufrieden und länger als eine halbe Stunde habe ich auch nicht gebraucht.

Falls ich euch eine Idee schenken konnte, sehr gerne und falls ihr einen Kommentar habt, dann schreibt mir bitte

Euch allen eine schöne Adventszeit und liebe Grüße

Insa